Schwermetallbelastung bei Fledermäusen

Erstmalig wurde der Status der Schwermetallbelastung bei heimischen Fledermäusen umfassend bearbeitet. Rund 100 Zwergfledermäuse sowie zusätzlich Große Mausohren wurden anhand von Knochen, Gewebe und Haarproben sowie über 50 Kotproben hinsichtlich der Gehalte von Schwermetallen untersucht.

Insgesamt nahm die Bleibelastung der untersuchten Fledermäuse im Zeitraum von 1987 bis 1999 deutlich ab. Für den Bereich Niedersachsen zeigt sich eine statistisch signifikante höhere Bleibelastung bei Tieren die aus dem Bereich der schwermetallbelasteten Talniederungen des Harzes stammen. Der gegenwärtige Bleigehalt von Fledermäusen aus der Harzregion entspricht dem der Bleibelastung der Fledermäuse vor rund 20 Jahren im übrigen Niedersachsen.

Belastungen durch andere Schwermetalle, z.B. durch Chrom infolge von chromsalzhaltigen Holzschutzmitteln, fanden sich nur gelegentlich.

Interessante Publikationen zu diesem Thema:

Hartmann, R. (2002): Lead-induced “hardness of hearing” in bats: a reason for their decline?. - Myotis, 40, 5-9.

Hartmann, R. (2003): Die Bedeutung der Bioturbation für die Übererdung kontaminierter Standorte – Bodenschutz, 1/03, 21-24.

Rohe, W., R. Hartmann (2003): Wildbiologische Untersuchungen an Niederwild -Feldhase, Rebhuhn und Fasan- in landwirtschaftlichen Flächen Rheinhessens. Fauna Flora Rheinland-Pfalz, 10 (1), 253-272.

Hartmann, R. (2003): Untersuchungen zum Schwermetallgehalt im Fledermauskot. - Nyctalus, 9(2), 105-109.

Hartmann, R., W. Rohe (2003): Schwermetallbelastungen in landwirtschaftlichen Böden Rheinhessens (Rheinland-Pfalz) –Mainer naturwiss. Archiv., 41, 15-28.